4. April 2025

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Kennedy-Akten: Das große Täuschungsmanöver des FBI?

 

In der Welt der amerikanischen Geheimdienste wiederholt sich ein altbekanntes Muster: Kaum droht echte Transparenz, tauchen plötzlich “neue” Akten auf. Diesmal präsentiert das FBI wie aus dem Nichts 2.400 “geheime” Dokumente zum Kennedy-Attentat – ein Timing, das seltsamer nicht sein könnte.

Der Anlass ist Donald Trumps Exekutivorder vom 23. Januar, die unmissverständlich die Freigabe sämtlicher Unterlagen zu den Attentaten auf JFK, RFK und Martin Luther King Jr. bis zum 9. März fordert. Trump, der während seiner ersten Amtszeit auf Drängen der CIA noch von einer vollständigen Veröffentlichung absah, scheint diesen Schritt mittlerweile zu bereuen.

Besonders auffällig ist die Art der “Enthüllung”: Statt die Dokumente direkt der zuständigen Überprüfungskommission vorzulegen, wählte das FBI den Weg über das Nachrichtenportal Axios – allerdings ohne auch nur ein Wort über den Inhalt zu verlieren. Die drei zitierten Quellen geben sogar offen zu, die Dokumente selbst nie gesehen zu haben.

Jefferson Morley von der Mary Ferrell Foundation (die sich mit der Ermordung des früheren US-Präsidenten beschäftigt) bejubelt zwar die vermeintliche neue Transparenz des FBI, übersieht dabei aber geflissentlich die Möglichkeit einer gezielten Täuschung durch eben jene Behörden, die seit sechs Jahrzehnten die Wahrheit über das Attentat unter Verschluss halten.

Die Geheimdienste verschanzen sich weiterhin hinter dem altbekannten Argument der “Quellen und Methoden” – dieselbe Ausrede, die schon während der Russiagate-Anhörungen bemüht wurde. Ein Trump-Berater wird mit den Worten zitiert: “Wundern Sie sich nicht, wenn all diese Akten plötzlich online auftauchen. Er will das als eingelöstes Versprechen abhaken.”

Besondere Brisanz erhält der Fall durch die laufende Klage der Mary Ferrell Foundation gegen die Biden-Administration. Im Fokus stehen dabei unter anderem Gefängnisaufnahmen des Mobsters Carlos Marcello und CIA-Akten über George Joannides – einen Mann, der als Verbindungsoffizier zu einer CIA-finanzierten Exilgruppe fungierte und mehrfach mit Oswald zu tun hatte.

Axios räumt bereits vorsorglich ein, dass die “neuen” Akten wohl kaum die offizielle Version – Oswald als Einzeltäter – bestätigen oder widerlegen werden. Eine bemerkenswerte Vorhersage für Dokumente, die angeblich niemand gesehen hat. Die Wahrheit über Dallas bleibt also weiter im Dunkeln, während das FBI ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver inszeniert.

 

Kennedy-Akten: Das große Täuschungsmanöver des FBI?