4. April 2025

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Schweiz: Das digitale Gesundheitszertifikat der WHO: «Erst impfen dann reisen» – Die neue Realität

 

Erinnert sich noch jemand an die Corona-Zeit? Als Menschen plötzlich nicht mehr ins Restaurant durften, weil sie die falsche medizinische Entscheidung getroffen hatten? Als Reisen nur mit einem QR-Code möglich war, der bewies, dass man sich den neuesten «Schutz» hat verpassen lassen? War der übergeordnete Grundsatz nicht: Gehorche oder bleib‘ zu Hause? Wer dachte, das sei ein einmaliger Ausnahmezustand gewesen, muss sich warm anziehen – denn jetzt kommt die Infrastruktur für den Dauerbetrieb.

Die WHO hat mit Unterstützung der EU das Global Digital Health Certification Network (GDHCN) ins Leben gerufen – ein weltweites Netzwerk für digitale Gesundheitszertifikate, das die Mobilität «erleichtern» soll. In Wahrheit aber geht es nicht um Erleichterung, sondern um Kontrolle. Ohne Zertifikat, kein Reisen. Zum Hintergrund: Das GDHCN nutzt die Infrastruktur und baut auf den Erfahrungen mit dem digitalen COVID-Zertifikatssystem der Europäischen Union (EU DCC)1 auf, das in der Corona-Zeit in allen EU-Mitgliedstaaten sowie in 51 Nicht-EU-Ländern und -Gebieten eingeführt wurde. Es wurde so konzipiert, dass es mit anderen damals bestehenden regionalen Netzen interoperabel ist. Zum Auftakt der 156. Sitzung des WHO Executive Boards hat nun Generalsekretär Tedros am 3. Februar 2025 in seiner Eröffnungsrede2 stolz verkündet, dass sich inzwischen 82 Länder diesem Netzwerk angeschlossen hätten und er der EU für ihre Unterstützung danke. Wie üblich bei der WHO findet man keine Details auf ihrer Website, wer bei was mitmacht oder auch nicht. Transparenz wird nicht angestrebt, denn die macht angreifbar. Ob die Schweiz offiziell teil nimmt? Das wurde uns bislang weder aus Genf noch aus Bern bestätigt, aber es ist stark davon auszugehen, dass sie – wie schon beim COVID-Zertifikat – nicht lange zögern wird.

Schrittweise Einführung der globalen Gesundheitskontrolle Das Muster ist immer dasselbe: Erst verkaufen sie es als freiwillige Lösung, dann machen sie es alternativlos.

1. Phase 1: «Hey, schaut mal, ein digitales Gesundheitszertifikat! Das ist doch super praktisch!»

2. Phase 2: «Na ja, wir empfehlen die Nutzung dringend, um die Sicherheit zu gewährleisten.»

3. Phase 3: «Oh, die Fluggesellschaften und Einreiseländer verlangen das jetzt, aber du kannst dich ja entscheiden!»

4. Phase 4: «Ohne QR-Code kein Ticket. Tja, Pech gehabt. Erst impfen, dann reisen!» Das ultimative Ziel?

 

Ein System, in dem Regierungen, Konzerne und NGOs bestimmen, wer reisen darf und wer nicht. Mit Gesundheit hat das nichts zu tun – es ist ein Sozialkredit- System «light», verpackt als Pandemie-Vorsorge. Wer nicht mitmacht, bleibt draussen. Also, gehorche oder bleib‘ zu Hause! Es wurde in der Corona-Zeit ausgiebig eingeübt.

Die Internationale Gesundheitsvorschriften (IGV) – Das Fundament der Gesundheitsdiktatur Während die Schweiz sehr wahrscheinlich in das GDHC-Netzwerk eingebunden wird, ist eine
andere Entwicklung entscheidend: Die neuen Internationalen Gesundheitsvorschriften3 (IGV) der WHO. Diese erweitern die Befugnisse der WHO massiv und würden es ermöglichen, dass
digitale Gesundheitszertifikate nicht nur für Pandemien, sondern für jegliche «gesundheitliche Notlagen» verpflichtend werden könnten. Die IGV sind das rechtliche Rückgrat für die globale Gesundheitskontrolle.

Einige zentrale Artikel der neuen IGV, die diesen Kontrollmechanismus ermöglichen:

• Artikel 23: Ermöglicht die Einführung verpflichtender Gesundheitskontrollen an Grenzen, darunter Impfungen und digitale Gesundheitszertifikate.

• Artikel 31: Gibt den Staaten die Befugnis, Reisenden die Einreise zu verweigern, wenn sie sich nicht den verlangten Massnahmen unterziehen.

• Artikel 35-36: Regulieren die Nutzung digitaler Gesundheitszertifikate und ebnen den Weg für eine dauerhafte Infrastruktur.

• Artikel 13: Verpflichtet Staaten dazu, auf «internationale Gesundheitskrisen» sofort zu reagieren – die Definition bleibt dabei bewusst vage.

• Artikel 12: Ermächtigt die WHO, eine «gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite» auszurufen, ohne Zustimmung der betroffenen Länder.

• Artikel 59: Gibt Staaten nur ein begrenztes Zeitfenster, um sich aus den neuen Regeln herauszuwinden – danach sind sie bindend.

Diese neuen Vorschriften stellen sicher, dass die WHO im Krisenfall das Sagen hat – und nicht mehr die vermeintlich souveränen Mitgliedsstaaten. Die Länder geben ihre Entscheidungshoheit an
eine globale Gesundheitsbürokratie ab, die nicht demokratisch legitimiert ist.

 

Das Opting-Out ist die einzige Option – und unverhandelbar

 

Die Schweiz muss die neuen IGV ablehnen, denn einmal angenommen, gibt es kein Zurück mehr. Ein «Ja» zu den IGV bedeutet das Ende der Souveränität im Gesundheitsbereich.

Wenn wir die Kontrolle über unsere eigene Bewegungsfreiheit behalten wollen, muss das

Opting-Out erfolgen – ohne Diskussion, ohne Kompromisse. Das digitale Gesundheitszertifikat ist nur der Anfang. Die IGV liefern die rechtliche Grundlage, um es dauerhaft durchzusetzen.

Und wer sich fragt, warum so ein System über- haupt nötig sein soll, dem sei gesagt: Wir konnten die letzten 2‘000 Jahre ohne (digitale) Gesundheitszertifikate reisen – warum sollte das

plötzlich anders sein?

 

Baar, 10.02.2025, das Redaktionsteam ABF Schweiz

© ABF Schweiz Aktionsbündnis freie Schweiz

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Links

1. https://commission.europa.eu/stra-

tegy-and-policy/coronavirus-response/

safe-covid-19-vaccines-europeans/eu-digital-co-

vid-certificate_de

2. https://www.who.int/director-general/

speeches/detail/who-director-general-s-opening-

remarks-at-the-156th-session-of-the-executive-

board-3-february-2025

3. https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/stra-

tegie-und-politik/internationale-beziehungen/multila-

terale-zusammenarbeit/organisation-mondiale-sante/

reglement-sanitaire-international.html

 

https://abfschweiz.ch/wp-content/uploads/Artikel-10_02_25.pdf