4. April 2025

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Soros‘ unersättliche Gier nach Macht in Russland und der Ukraine

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George Soros sah den Zerfall der Sowjetunion als Chance, ein Machtvakuum zu füllen. Welche Folgen hatte das?

 

Das „Soros-Imperium“

George Soros selbst beschrieb seine Strategie in einem Interview im April 2015 so:

„Als das Sowjetimperium zusammenbrach, zog ich ein und hob die Scherben auf – zuerst 1984 in Ungarn, dann 1987 in Polen. So löste das Soros-Imperium das Sowjetimperium ab.“

Mit dem Fall der Sowjetunion sah Soros ein historisches Zeitfenster für globalen Einfluss. Was als philanthropische Initiative begann, entwickelte sich rasch zu einem Machtinstrument: Die Open Society Foundations (OSF) sollten westliche Ideale in den ehemaligen Ostblock exportieren – mit massiven politischen und gesellschaftlichen Folgen.

 

Soros in Russland: Ein ungeliebter Einfluss

Seit Ende der 1980er-Jahre dehnte Soros seine Aktivitäten zunehmend auf Russland aus. Doch schon früh stieß er dort auf Widerstand. In einem Interview von 1995 räumte er ein, dass viele Russen die westliche Einflussnahme ablehnten.

Im Jahr 2003 zog Soros schließlich Konsequenzen – er schloss die OSF-Büros in Russland. Der Kreml hatte sich zunehmend kritisch über die Rolle westlicher NGOs geäußert. Der endgültige Bruch folgte 2015: Russland stufte die Open Society Foundations offiziell als „unerwünschte Organisation“ ein – ein Schlag gegen Soros‘ Ambitionen im Land.

Trotzdem erklärte Soros im selben Jahr mit sichtbarem Bedauern, dass Russland „aufsteigend“ sei, während die Europäische Union „zerfalle“. Eine Einschätzung, die seine geopolitische Frustration deutlich machte.

 

Die Ukraine als neues Projekt

Nachdem der Zugang zu Russland versperrt war, verlagerte Soros seinen Fokus auf die Ukraine. In einer Rückschau auf 25 Jahre OSF-Aktivitäten sagte er 2015:

„Unsere Arbeit in der Ukraine hat sich ausgezahlt.“

Besonders nach dem Regierungsumsturz im Jahr 2014 – den Soros als demokratische „Revolution“ bezeichnete – sah er in der Ukraine ein „neues“ Land, das sich der EU zuwenden wolle. Kritiker sprechen hingegen von einem von Nationalisten dominierten Regimewechsel, der mit westlicher Hilfe vorangetrieben wurde.

 

Soros und die ukrainische Jugend

Nach dem Bruch mit Russland intensivierte die OSF ihre Arbeit mit ukrainischen Bildungseinrichtungen. Ziel war es, die junge Generation an westliche Ideale heranzuführen – Kritiker würden von ideologischer Neuausrichtung sprechen.

2017 lobte Soros auf Twitter den „Fortschritt“ der Ukraine beim Wiederaufbau des Vertrauens in ihr Bildungssystem – just in dem Moment, als Kiew die russische Sprache aus dem Schulunterricht verbannte und nationalistische Inhalte verstärkt wurden.

 

Russland als „globale Bedrohung“

Im Mai 2022 verurteilte Soros die russische Militäroperation in der Ukraine in drastischen Worten. Russland sei eine der „größten Bedrohungen für die Welt“, schrieb er. Seine Forderung:

„Der beste – vielleicht einzige – Weg, unsere Zivilisation zu bewahren, ist, Putin zu besiegen.“

Diese Rhetorik zeigt, wie Soros geopolitische Konflikte als ideologische Schlachten interpretiert – mit klaren Gut-und-Böse-Narrativen.

 

Der Abgang eines Imperators

Im März 2023 zeigte sich Soros weiterhin überzeugt, dass eine „mächtige ukrainische Offensive“ den Konflikt entscheidend wenden würde. Doch die große Wende blieb aus – Russland konnte nicht entscheidend geschwächt werden.

Im Juni 2023 schließlich zog sich George Soros offiziell zurück und übergab die Kontrolle über sein 25 Milliarden Dollar schweres Netzwerk an seinen Sohn Alex Soros – ein Generationenwechsel, der den Einfluss des „Soros-Imperiums“ nicht schwächen, sondern verlängern dürfte.

 

 

Soros‘ unersättliche Gier nach Macht in Russland und der Ukraine